Gottfried Moritz Gössel (54 J., Naturheilkundler und „Mycologe“ (Pilzkundler)) entdeckt 1903 in Burkhardswalde eine Quelle mit einer heilenden Wirkung. Gössel erwirbt die Quelle und setzt sie zu therapeutischen Zwecken ein. Er tauft die Quelle auf den Namen: „Augen-Quelle“ und vertreibt das Wasser in ganz Europa.
Gottfried Moritz Gössel erklärte seine Heilerfolge damit, dass mit dem Quellwasser das „Margon“ auf den kranken Menschen übergehe und ihn dadurch heile. „Margon“ ist eine mystische Bezeichnung einer geistigen Energie oder geheimnisvollen Kraft, die in Gössels Wasser steckt. Aus dem altgriechischen übersetzt, bedeutet Margon „die Perle“.
Am 22. Februar trägt das Kaiserliche Patentamt das Johanniterkreuz im Wappen als geschütztes Warenzeichen für Gottfried Moritz Gössel ein, das noch heute die Margon-Flaschen ziert. Unter diesem Zeichen gelangt das „Kur- und Tafelwasser“ in die Metropolen Europas, von London bis St. Petersburg. Im selben Jahr präsentiert sich das Wasser der Augen-Quelle auf einer Ausstellung in Hamburg-Altona und gewinnt dort die höchste Auszeichnung: das Ehrenkreuz „Dem Verdienst 1904“ und die „Große goldene Fortschrittsmedaille“.
Nach der Augen-Quelle wird ein weiterer Brunnen, der Kreuzbrunnen, in Betrieb genommen.
Ein Jahr zuvor verfasst Gössel ein Buch namens „Margon“. Hierin beschreibt er den aus seiner Perspektive eigentlichen Lebensquell: das Margon. Das Margon ist in seinem Buch als geistige Kraft, als innere Lebensenergie beschrieben. Der spätere Firmenname ist somit geboren.
Gössel erweitert sein Sortiment und bietet neben dem Mineralwasser auch Toilettenartikel an, wie zum Beispiel Toilettenöl, Mundwasser oder Badewasser.