Aus Tradition
eine starke
sächsische Marke.

Die Entdeckung der
Margon Quelle

1903 – 1912

1903

Gottfried Moritz Gössel (54 Jahre, Naturheilkundler und „Mycologe“ (Pilzkundler)) entdeckt in Burkhardswalde eine Quelle mit einer heilenden Wirkung. Gössel erwirbt die Quelle und setzt sie zu therapeutischen Zwecken ein. Er tauft die Quelle auf den Namen: „Augen-Quelle“ und vertreibt das Wasser in ganz Europa.

Gottfried Moritz Gössel erklärte seine Heilerfolge damit, dass mit dem Quellwasser das „Margon“ auf den kranken Menschen übergehe und ihn dadurch heile. „Margon“ ist eine mystische Bezeichnung einer geistigen Energie oder geheimnisvollen Kraft, die in Gössels Wasser steckt. Aus dem altgriechischen übersetzt, bedeutet Margon „die Perle“.

1904

Am 22. Februar trägt das Kaiserliche Patentamt eine Abwandlung des Johanniterkreuzes im Wappen als geschütztes Warenzeichen für Gottfried Moritz Gössel ein, das noch heute die Margon Flaschen ziert. Unter diesem Zeichen gelangt das „Kur- und Tafelwasser“ in die Metropolen Europas, von London bis St. Petersburg. Im selben Jahr präsentiert sich das Wasser der Augen-Quelle auf einer Ausstellung in Hamburg-Altona und gewinnt dort die höchste Auszeichnung: das Ehrenkreuz „Dem Verdienst 1904“ und die Große goldene Fortschrittsmedaille.

1910

Nach der Augen-Quelle wird ein weiterer Brunnen, der Kreuzbrunnen, in Betrieb genommen. Ein Jahr zuvor verfasst Gössel ein Buch namens „Margon“. Hierin beschreibt er den aus seiner Perspektive eigentlichen Lebensquell: das Margon. Das Margon ist in seinem Buch als geistige Kraft, als innere Lebensenergie beschrieben. Der spätere Markenname ist somit geboren.

1912

Gössel erweitert sein Sortiment und bietet neben dem Mineralwasser auch Toilettenartikel an, wie zum Beispiel Toilettenöl, Mundwasser oder Badewasser.

Das flüssige Erbe

1914 – 1920

1914

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges verschlechtert sich die Situation der Firma zunehmend und der Betrieb muss vollkommen stillgelegt werden.

1919

Ende des Jahres stirbt Gottfried Moritz Gössel.

1920

Gössels Testament sieht vor, dass seine Kinder in einer „Erbengemeinschaft zur ungeteilten Hand“ die Firma weiterführen. Da bereits ein Sohn gefallen war, übernimmt der letzte männliche Erbe, Otto Gössel, die Leitung der Firma. Dank finanzieller Unterstützung einer Gönnerin können entstandene Verluste ausgeglichen und neue Investitionen ermöglicht werden.

Margon Sprudel

1929 – 1933

1929

Die maschinelle Förderung des Heilwassers wird eingeführt und ein neues Produkt wird entwickelt: Durch Zugabe von Kohlensäure entsteht das „Margon Sprudel“. Diese Neuerung wird als geschütztes Warenzeichen eingetragen. Ein Jahr später kann die erste Flasche „Margon Sprudel“ verkauft werden.

1933

In diesem Jahr muss die Firma dem „Reichsverband Deutscher Mineralbrunnen“ beitreten. Dies bedeutet unter anderem, dass der Preis von nun an nicht mehr allein vom Hersteller bestimmt werden kann. Bei Kriegsende liegt der festgelegte Verkaufspreis bei 14,5 Pfennig. Der anfängliche Luxusartikel „Margontafelwasser“ ist zum „Volksgetränk“ geworden.

Die Durststrecke

1940 – 1948

bis 1945

Mit Beginn des Krieges fehlt es nicht nur an Arbeitskräften,
sondern auch an Grund- und Rohstoffen. Der Betrieb kommt ab 1940 fast vollständig zum Erliegen. 1943 sterben Otto Gössel und seine Schwester, die ihn bei der Geschäftsleitung unterstützte. Ohne erfahrene Führung steht der Betrieb nun still.

1945

Die verbliebenen Mitglieder der Erbengemeinschaft suchen einen kompetenten Fachmann zur Weiterführung der Firma. Der junge Kaufmann Artur Kunz erhält eine Vollmacht für die Geschäftsführung und die Fabrikation. Im August wird ein Antrag zur kommissarischen Leitung des Betriebes durch Artur Kunz vom Landrat des Kreises Pirna bewilligt.

1946

Artur Kunz schließt einen zehnjährigen Pachtvertrag mit dem Treuhänder ab. Die Firma, die er nun gemeinsam mit seinem Bruder führt, nennt sich von nun an „Gössel-Gesundbrunnen, Inhaber Artur und Walter Kunz“.

1948

Große Sorgen bereiten den Inhabern die Beschaffung von Essenzen und Zucker zur Herstellung von Süßgetränken. Ebenso gibt es große Probleme bei der Beschaffung von einem Flaschenvorrat. Mit behördlicher Genehmigung gehen ab Juli „Margon Heißgetränkansatz mit Rumgeschmack“ (auf der Basis von Süßstoffen) sowie ein „Kunstlimonadenansatz 1:9 mit Himbeergeschmack“ in Produktion . Nach dem Ableben von Walter Kunz lautet der Firmenname nun „Gössel-Gesundbrunnen, Inhaber Artur Kunz“.

Eine Woge des Erfolges

1952 – 1966

1952

Nach Abschluss der Erbstreitigkeiten der Erbengemeinschaft wird Artur Kunz durch den Erwerb der Erbanteile alleiniger Besitzer des Gössel-Gesundbrunnens.

1953

In diesem Jahr werden gleich mehrere Produkte eingeführt: „Margon Limonaden Sirup“ in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Himbeere sowie der Limonadenansatz „Margon Orange“. Als äußerst beliebt erweist sich das entwickelte Apfelgetränk „Margon Apfelröschen“.

1957

Der Slogan „Margonwasser – prickelnd frisch“ entsteht und hilft, die Marke noch bekannter zu machen und erhält einen Eintrag als Warenzeichen. Die erste Leuchtwerbeanlage Dresdens wird an der Ruine des Dresdner Hotels „Excelsior“ angebracht und trägt den Margon Slogan.

1958

Die Privatfirma wird gezwungen, sich in eine Kommanditgesellschaft mit halber staatlicher Beteiligung umzuwandeln.

1964

Der Gössel-Gesundbrunnen ist der erste halbstaatliche Betrieb, der den Titel „Betrieb der ausgezeichneten Qualitätsarbeit“ erhält. Auf Beschluss des Wirtschaftsrates wird die Produktion des beliebten „Apfelröschens“ eingestellt.

1966

Das erste und einzige Chinin-Getränk der DDR kommt auf den Markt: „Margon Tonic Water“. Zeitgleich wird das Produktsortiment um „Ginger Ale“ und „Bitter Lemon“ erweitert.

VEB Margon Dresden

1972 – 1985

1972

Artur Kunz muss seine Anteile an den Staat verkaufen und wird als Betriebsdirektor eingesetzt.

1981

Ab 1. Januar heißt der Betrieb „VEB Margon Dresden“ als Teil des „Getränkekombinates Dresden“. Im Müglitztal verbleibt eine Betriebsstelle mit der Bezeichnung „VEB Margon Dresden, Betriebsteil Margonwasser Burkhardswalde“.

1984

Zur Wiedereröffnung der Semperoper wurde eigens für diesen Anlass ein Fruchtsaftgetränk namens „Capriccio“ mit der Geschmacksrichtung Maracuja entwickelt und auf den Markt gebracht.

1985

In diesem Jahr wird die Produktion von „Margon Cola“ aufgenommen. Der Betrieb wird noch einmal modernisiert. „Margon Tonic Water“ erhält auf der Leipziger Messe die Goldmedaille für hervorragende Qualität.

Mehr Wasser

1990 – 1995

1990

Im Jahr der Wiedervereinigung bekommt Artur Kunz seinen Betrieb zurückübertragen. Mit dem Gerolsteiner Brunnen als Partner und der Sächsischen Aufbaubank werden in den ersten Jahren Investitionen in neue Abfüllanlagen und in Umweltschutzmaßnahmen getätigt.

1994

Es müssen dringend weitere Wasserressourcen erschlossen werden, sodass in diesem Jahr bereits der 13. Brunnen in Betrieb genommen wird.

1995

Artur Kunz verkauft seine Anteile, der Betrieb wird 100-prozentige Tochter der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co KG.

100 Jahre Margon

2000 – 2005

2000

Alle Erfrischungsgetränke werden von nun an in der Ein-Liter-PET-Mehrwegflasche abgefüllt, damit ist der Margon Brunnen einer der ersten Anbieter dieser neuen leichten Flaschen in den neuen Bundesländern.

2001

Die klassische Margon Leuchtwerbung in Dresden wird saniert, nachdem sie 1998 unter Denkmalschutz gestellt wurde. An der Giebelseite des der Treuhand Liegenschaften Gesellschaft (TLG) gehörenden „Margon Hauses“ in der Budapester Straße leuchtet nun wieder der bekannte Slogan: „Trink Margonwasser – prickelnd frisch“.

2003

Am 17. Januar begeht Margon sein 100-jähriges Firmenjubiläum. An diesem Tag wird das Unternehmen an die Brau und Brunnen AG Dortmund verkauft. Der Brunnen wird unter dem Dach der Brau und Brunnen Mineralquellen GmbH Berlin geführt.

Margon heute

2005 – 2013

Juli 2005

Aufgrund fehlender Perspektiven und hoher Verluste wird die Brau und Brunnen AG einschließlich der Brau und Brunnen Mineralquellen mit der Radeberger Gruppe zusammengeführt. Im Juli trennt sich die Radeberger Gruppe von den Brau und Brunnen Mineralquellen, darunter auch vom Margon Brunnen.

Die Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG, Bad Vilbel, übernimmt Ende Juli die Margon Brunnen GmbH und für die Marke Margon beginnt ein neues Zeitalter.

Bei Übernahme befand sich Margon Brunnen in einer Situation, in der der Betrieb nicht zukunftsfähig war. Da die Unternehmensstrukturen durch die Voreigentümer den negativen Absatzentwicklungen nicht angepasst wurden und sich gleichzeitig die Marktstrukturen rasant weiter veränderten, war die Schließung die einzige Alternative.

November 2005

Im November findet die Marke Margon in Lichtenau ein neues zu Hause.

Die Vorteile:
An dem neuen Abfüllstandort steht für Margon eine eigenständige, seither nicht genutzte und sehr ergiebige Quelle in Ebersdorf zur Verfügung. Diese gleicht mit seiner Mineralisation den Quellen aus dem Müglitztal und ist amtlich anerkannt als Margon Quelle (Regierungspräsidium).

Ein hervorragend technisch ausgestattetes Unternehmen, das für die Zukunft ausgerichtet ist, bietet Margon neue Möglichkeiten, den modernen Anforderungen der Endverbraucher nach innovativen Produkten und Flaschenformen gerecht zu werden.

Bereits vier Monate nach der Übernahme durch die Hassia Mineralquellen konnte Margon vier neue Produkte in der innovativen 1,5 Liter Vierkant PET Flasche erfolgreich im Handel einführen. Die Weichen sind auf Zukunft gestellt.

Margon war und bleibt ein Wasser mit sächsischer Herkunft. Margon bleibt eine sächsische Marke!

2006

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden wird 800 Jahre alt. Natürlich zählt auch die Marke Margon zu den Gratulanten und wird Hauptsponsor des prickelnden Stadtjubiläums. Das Traditionsunternehmen hat darüber hinaus noch einen weiteren Grund zur Freude: Der Umzug in das sächsische Lichtenau verlief reibungslos und die Marke Margon hat sich mit allen übernommenen Mitarbeitern am neuen Abfüllstandort bestens integriert.

2007

Zur Wiederaufführung des Stückes „Capriccio“ an der Semperoper bringt auch das Traditionsunternehmen Margon wieder eine limitierte Auflage des gleichnamigen Erfrischungsgetränkes mit Maracujageschmack auf den Markt – ganz nach dem Geschmack aller Kulturbegeisterten.

2008

Margon ist ein Teil der sächsischen Geschichte und gehört zu den stärksten Marken der Region. Dies und mehr hat das Traditionsunternehmen seinen zahlreichen Kunden und Genießern zu verdanken. Die jahrelange Markentreue der Menschen wird in einer Kampagne dokumentiert.

Auch in Zukunft möchte die Marke viel Raum für prickelnde Erlebnisse bieten und wird Namensgeber der „Margon Arena“, wo Sport und Kultur, Vereine und Unternehmen sowie Sportler, Fans und Partner aus Politik und Wirtschaft zu Hause sind.

2009

In der Porzellan- und Weinstadt an der Elbe findet erstmalig das Literaturfest Meißen statt: Am zweiten Juniwochenende können große und kleine Literaturfans prickelnde Momente erleben und in die Welt der Literatur eintauchen. In den Lesepausen sorgt Margon für eine kühle Erfrischung. Außerdem ist der sächsische Brunnenbetrieb Förderer des Open-Air-Lesefestes und überreicht Schirmherr Dr. Thomas de Maizière einen Spendenscheck.

Ganz gleich, ob Kultur, Sport oder Soziales – das Engagement der Marke Margon ist so vielfältig wie ihr Produktsortiment.

2010

Das Traditionsunternehmen startet mit einer Kommunikationsoffensive durch und setzt so weitere prickelnd frische Impulse. Ein Genuss für das Auge ist vor allem das neue Logo von Margon.

2011

Margon überzeugt in einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne mit neuem Markenauftritt und neuem Claim: Margon. prickelnd frisch. Seit 1903.

2012

Der Erfolgskurs der sächsischen Traditionsmarke fließt unerschöpflich und Margon führt die drei neuen Limonaden Fruchtige Orange, Pink Grapefruit und Naturherbe Zitrone ein. Außerdem wird das Sortiment der markenmarktführenden Bittergetränke Margon Ginger Ale, Margon Bitter Lemon und Margon Tonic Water um 1,25-Liter-PET-Einwegflaschen erweitert.

2013

Margon feiert 110. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums überrascht die sächsische Traditionsmarke mit prickelnd frischen Momenten: Neben einem neuen Internetauftritt und einer Facebookseite gibt es ein eigens für die Gastronomie kreiertes Jubiläumsetikett für die Margon Classic Gastroflaschen. Darüber hinaus bedankt sich Margon mit zahlreichen Gewinnspielen bei seinen treuen Kunden.

November 2013

Ein Sonderkonzert im Rahmen der Konzertreihe „Sandstein & Musik“ bildete den musikalischen Abschluss des 110. Margon-Jahres. Dazu wurden langjährige Kooperationspartner und treue Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und Handel zu einem Klavierkonzert des jungen Künstlers Jonathan Zydek in das Jagdschloss Graupa eingeladen. Und auch außerhalb des Konzertsaals gab es einiges zu sehen. So konnte im Vorfeld neben der Richard-Wagner-Ausstellung auch unsere Ausstellung zur abwechslungsreichen Margon-Historie besichtigt werden. Darüber hinaus konnten die Gäste bei einem prickelnden Schluck Margonwasser oder einem feinen Tropfen Wein aus den Sächsischen Elbweindörfern miteinander ins Gespräch kommen. Zu den Gästen zählten neben Dresdens Sportbürgermeister, Winfried Lehmann, auch Klaus Brähmig, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des Festivals Sandstein & Musik, die Wein-Hoheit der Sächsischen Elbweindörfer und neue Sächsische Weinkönigin, Katharina I., sowie zahlreiche langjährige Partner der Marke.

Januar 2015

Mit einer Erweiterung der bestehenden Mineralwasser-Linie um das Produkt „Margon sanft“ startet die sächsische Traditionsmarke in das Jahr 2015. Margon sanft“ ist ein natürliches Mineralwasser mit besonders wenig und feinperliger Kohlensäure.

April 2015

Innovation trifft Tradition: Margon führt zum 1. April 2015 das innovative Erfrischungsgetränk „Margon’s Most Brause“ in den Geschmacksrichtungen „Helle Traube“ und „Rote Traube“ ein. Das innovative Produktkonzept aus leckerem, fermentierten Traubensaft kombiniert mit dem prickelnden Margon Mineralwasser trifft den Geschmacksnerv der ganzen Familie.